Warum lebt Damhirsch Rehné direkt an der Autobahn? | NDR Info

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10 ngày trước
Hirsch „Rehné“ an der A7: Warum dieses Tier alle überrascht

Hirsch Rehné ist im Heidekreis längst eine kleine Berühmtheit. Seit mehr als drei Jahren lebt der majestätische Damhirsch in einem winzigen Waldstück direkt an der A7 bei Soltau – und sorgt damit für Staunen bei Autofahrern und für eine Flut an Notrufen. Doch warum sucht sich ein Wildtier ausgerechnet diesen ungewöhnlichen Lebensraum neben einer der meistbefahrenen Autobahnen Norddeutschlands?

Ein ungewöhnlicher Lebensraum: Schutz vor Wölfen direkt an der Autobahn

Rehnés Revier umfasst nur rund vier Hektar – und grenzt unmittelbar an die Fahrbahn, ohne Zaun, ohne Barriere. Fast täglich grast der Hirsch völlig entspannt am Grünstreifen. Jäger Kai Hellwinkel hat eine plausible Erklärung: Rehnés Mutter könnte ihn bewusst dorthin geführt haben. Der Grund ist überraschend logisch: Wölfe meiden Verkehrslärm und schnelle Fahrzeugbewegungen.
Das kleine Waldstück an der A7 bietet dem Hirsch dadurch einen sicheren Rückzugsort – eine Art natürliche Schutzzone mitten im Verkehr.

Der Rhythmus der Autobahn

Rehné hat sich perfekt an den Verkehr angepasst:
Normalbetrieb: Er grast ruhig direkt an der Leitplanke.
Stau oder laute Situationen: Er zieht sich tiefer in den Wald zurück.
Der konstante Lärm scheint ihn kaum zu stören – er hat seinen Alltag exakt auf die Autobahn abgestimmt.

„Ist das ein Reh? Nee!“ – Die kuriose Namensgeschichte

Seinen Namen verdankt Rehné einem Missverständnis im Polizeifunk. Auf die Frage „Ist das ein Reh?“ antwortete ein Beamter knapp: „Nee.“ Aus dem Funkspruch wurde schließlich der Name, den heute alle kennen.

Trotz vieler Stamm-Pendler rufen monatlich noch immer hunderte Erstbeobachter den Notruf an – aus Sorge, der Hirsch könne auf die Fahrbahn laufen. Die Polizei Soltau nimmt jeden Hinweis ernst, betont aber: Die Gefahr für den Verkehr ist sehr gering. Für Oberkommissar Tarrek Gibbah gehört Rehné inzwischen fast zum Dienstalltag.

Neue Sicherheitsmaßnahmen: Warnschilder für Autofahrer

Um Missverständnisse und unnötige Notrufe zu reduzieren, werden entlang der A7 bald spezielle Warnschilder aufgestellt. Sie sollen klar machen: Der Hirsch gehört hier inzwischen „dazu“ – und sein Anblick ist kein akuter Notfall, solange er ruhig am Rand steht.

Tipps für Autofahrer, wenn du Rehné siehst:
bleib ruhig
bremse nicht abrupt
halte den Blick auf den Verkehr
So schützt du dich – und den wohl berühmtesten Hirsch im Heidekreis.

00:00 Damhirsch Rehné lebt an der A7
00:14 Kleiner Lebensraum zwischen Autobahn und Bundesstraße
00:41 Alltag auf dem Grünstreifen am Fahrbahnrand
01:06 Namensgebung und Bekanntheit im Heidekreis
01:34 Meinungen der Autofahrer zur Umsiedlung
01:51 Hunderte Notrufe und Analyse der Verkehrssicherheit
02:16 Schutz vor Wölfen im Waldstück Soltau
02:33 Zukunft des Hirsches und neue Warnschilder

Damhirsch "Rehné" lebt in einem Waldstück an der A7 bei Soltau. Seit mehr als drei Jahren sorgt er für verdutzte Gesichter - und zahlreiche Notrufe. Mehr dazu: https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/,hirsch-132.html

#ndrinfo #HirschRehne #a7 #Soltau

Foto Thumb: NDR Screenshot //
picture alliance / abaca | Billioux Yannick/ABACA //

► Im Harz sorgen zwei freilaufende Gänse für Aufsehen. Sie spazieren durch die Straßen, bringen den Verkehr zum Stehen und bieten dem Dorf eine einzigartige Verkehrsberuhigung - ohne Zebrastreifen oder Bodenwellen. Mehr dazu: https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/gaense480.html

► Seit einigen Wochen lebt ein Hahn auf dem Autobahnrastplatz Brinkum an der A28 im Landkreis Leer. Einfangen lässt er sich nicht. Mehr dazu: https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/aktuelloldenburg18282.html

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